3-FTL (3-Fluorothozalinon)

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3-FTL (5-(3-Fluorphenyl)-2-(dimethylamino)-1,3-oxazol-4(5H)-on) ist ein neuartiges synthetisches 4-Oxazolidinon und meta-fluoriertes Analogon von Thozalinon. Erhältlich als 1-g-Referenzmaterial, ausschließlich für analytische Forschungs- und Laborzwecke.

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3-FTL – Forschungschemikalie / Referenzmaterial

3-FTL (5-(3-Fluorphenyl)-2-(dimethylamino)-1,3-oxazol-4(5H)-on) ist eine neuartige synthetische Verbindung und wird als meta-fluoriertes Analogon von Thozalinon beschrieben. Aufgrund der bislang sehr begrenzten wissenschaftlichen Datenlage eignet sich 3-FTL insbesondere als Referenzmaterial für die analytische, chemische und toxikologische Forschung.

Das Produkt wird als 1-g-Einheit angeboten und ist ausschließlich für Forschungs- und Laborzwecke vorgesehen. Es ist nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr bestimmt.

Produktdetails auf einen Blick

Merkmal Angabe
Produktname 3-FTL
Chemische Bezeichnung 5-(3-Fluorphenyl)-2-(dimethylamino)-1,3-oxazol-4(5H)-on
Weitere Bezeichnungen 3-Fluoro-thozalinon, 3-Fluoro-thozalione, 3-F-TL
Struktureller Bezug Meta-fluoriertes Analogon von Thozalinon
Summenformel C₁₁H₁₁FN₂O₂
Molare Masse ca. 222,22 g/mol
Einheit 1 g
Produktart Forschungschemikalie / Referenzmaterial
Verwendungszweck Analytische, chemische und wissenschaftliche Forschung
Anwendung Nicht für In-Vivo-Experimente!

Chemie und Struktur

3-FTL basiert auf einem 1,3-Oxazol-4(5H)-on-Gerüst. An Position 5 befindet sich ein 3-Fluorphenylrest, während Position 2 eine Dimethylaminogruppe trägt.

Besonderes Forschungsinteresse ergibt sich aus der Fluorsubstitution am aromatischen Ring. Der Austausch eines Wasserstoffatoms gegen Fluor kann bei organischen Molekülen Eigenschaften wie Elektronenverteilung, Lipophilie, Proteinbindung und metabolische Stabilität verändern.

Welche Auswirkungen diese strukturelle Veränderung bei 3-FTL tatsächlich besitzt, ist jedoch nicht ausreichend experimentell untersucht. Insbesondere sollte aus der Fluorierung allein keine erhöhte Potenz, Bioverfügbarkeit oder Wirkdauer abgeleitet werden.

Struktureller Bezug zu Thozalinon

3-FTL wird als fluoriertes Analogon von Thozalinon eingeordnet. Die Fluorsubstitution befindet sich in meta-Position des Phenylrings, woraus auch die Bezeichnung 3-Fluoro-thozalinon resultiert.

Der strukturelle Vergleich macht die Verbindung für Untersuchungen zu Structure-Activity Relationships (SAR) interessant. Dabei lässt sich erforschen, wie kleine Veränderungen eines Moleküls dessen physikochemische und biologische Eigenschaften beeinflussen.

Eine strukturelle Ähnlichkeit bedeutet jedoch nicht automatisch ein identisches pharmakologisches oder toxikologisches Profil.

Pharmakologischer Forschungsstand

3-FTL wird im Kontext neuartiger synthetischer Stimulanzien diskutiert. Für die Substanz selbst konnte ich jedoch keine belastbaren veröffentlichten Humanstudien oder umfassenden pharmakologischen Untersuchungen finden.

Daher sollten Aussagen, wonach 3-FTL nachweislich als DAT-/NET-Wiederaufnahmehemmer wirkt oder eine bestimmte Freisetzung von Dopamin beziehungsweise Noradrenalin verursacht, derzeit nicht als gesicherte Stoffeigenschaften dargestellt werden.

Aufgrund der strukturellen Verwandtschaft mit stimulierenden Verbindungen stellt insbesondere die Untersuchung der monoaminergen Signalübertragung einen naheliegenden Forschungsbereich dar.

Interessante Fragestellungen umfassen beispielsweise:

  • Bindungsaffinitäten an Monoamintransporter
  • mögliche Veränderungen der Dopamin- und Noradrenalintransmission
  • metabolische Abbauwege
  • Einfluss der meta-Fluorsubstitution
  • Halbwertszeit und Metabolitenprofil
  • mögliche Organ- und Zelltoxizität

Solange entsprechende Daten fehlen, bleibt eine eindeutige pharmakologische Charakterisierung von 3-FTL offen.

Toxikologie und Risikoprofil

Die toxikologische Datenlage zu 3-FTL ist unzureichend. Gerade bei neuartigen Forschungschemikalien sollte das Fehlen dokumentierter Schadwirkungen niemals mit nachgewiesener Sicherheit gleichgesetzt werden.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen mehrere mögliche Risikobereiche.

Potenzielle Hepatotoxizität

Bei strukturell verwandten älteren Stimulanzien ist Lebertoxizität ein relevanter Forschungsgegenstand. Besonders bekannt ist Pemolin, dessen therapeutische Verwendung aufgrund seltener, aber schwerwiegender Leberschäden stark eingeschränkt beziehungsweise eingestellt wurde.

Hieraus lässt sich nicht ableiten, dass 3-FTL ebenfalls hepatotoxisch ist. Die strukturelle Verwandtschaft macht Untersuchungen möglicher Auswirkungen auf Hepatozyten und Leberenzyme jedoch sinnvoll.

Kardiovaskuläre Risiken

Bei stimulierenden Substanzen können Veränderungen von Herzfrequenz, Blutdruck und sympathischer Aktivität toxikologisch relevant sein.

Ob und in welchem Ausmaß dies bei 3-FTL zutrifft, ist bislang nicht ausreichend untersucht.

Zentralnervöse Überstimulation

Bei stimulierenden Verbindungen können unter anderem Unruhe, Tremor, Schlafstörungen, Angstzustände oder andere Zeichen zentralnervöser Übererregung auftreten.

Auch hier fehlen ausreichende Daten, um für 3-FTL konkrete Schwellenwerte oder Eintrittswahrscheinlichkeiten anzugeben.

Keine wissenschaftlich validierten Dosierungsangaben

Für 3-FTL existieren nach derzeitigem Kenntnisstand keine etablierten therapeutischen oder wissenschaftlich validierten Konsumdosierungen.

Im Internet verbreitete Tabellen mit Angaben wie „Threshold“, „leichte“, „mittlere“ oder „starke Dosis“ beruhen nicht auf kontrollierten klinischen Studien und sollten daher nicht als pharmakologisch abgesicherte Dosierungsbereiche verstanden werden.

Gleiches gilt für konkrete Angaben zu Wirkungseintritt, Peak, Halbwertszeit und Gesamtwirkdauer.

Für ein Forschungsprodukt ist deshalb die wissenschaftlich korrekte Angabe:

Für 3-FTL liegen keine validierten Dosierungs-, Wirkungsdauer- oder pharmakokinetischen Daten für die Anwendung am Menschen vor.

Wechselwirkungen

Systematische Interaktionsstudien zu 3-FTL liegen nicht vor. Wechselwirkungen mit Arzneimitteln, Stimulanzien, MAO-Hemmern oder anderen psychoaktiven Substanzen sind daher nicht ausreichend charakterisiert.

Das Fehlen entsprechender Studien bedeutet nicht, dass keine Wechselwirkungen bestehen.

Lagerung und Handhabung

3-FTL sollte als unzureichend charakterisierte Laborchemikalie behandelt werden.

Das Material sollte:

  • kühl und trocken gelagert werden,
  • vor direktem Licht geschützt bleiben,
  • in einem dicht verschlossenen Behälter aufbewahrt werden,
  • nicht mit Haut, Augen oder Schleimhäuten in Kontakt kommen,
  • nicht als Staub eingeatmet werden,
  • ausschließlich mit geeigneter Laborschutzausrüstung gehandhabt werden.

Nach der Handhabung sollten Hände und Arbeitsflächen gründlich gereinigt werden.

Das Produkt ist unter Verschluss und außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren aufzubewahren.

Verhalten bei unbeabsichtigter Exposition

Bei Hautkontakt sollte die betroffene Stelle gründlich mit Wasser und Seife gereinigt werden. Bei Augenkontakt die Augen mehrere Minuten vorsichtig mit Wasser spülen und vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen.

Nach unbeabsichtigter Aufnahme oder bei gesundheitlichen Beschwerden sollte ein Giftinformationszentrum oder medizinisches Fachpersonal kontaktiert werden.

Bei schweren Symptomen wie Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, Brustschmerzen, ausgeprägten Herz-Kreislauf-Beschwerden, Atemproblemen oder starker Überhitzung gilt:

Notruf 112 verständigen.

Wenn möglich, sollten Produktbezeichnung und chemischer Name für das medizinische Fachpersonal bereitgehalten werden.

Rechtlicher Hinweis

Der regulatorische Status neuartiger Forschungschemikalien kann sich kurzfristig ändern. Ob eine konkrete Verbindung beispielsweise vom BtMG, NpSG, Arzneimittelgesetz oder anderen Vorschriften erfasst wird, hängt nicht ausschließlich davon ab, ob ihr Trivialname ausdrücklich in einem Gesetz genannt wird.

Insbesondere beim NpSG können Stoffgruppendefinitionen relevant sein.

Daher sollte die Verkehrsfähigkeit von 3-FTL in Deutschland anhand der jeweils aktuellen Gesetzeslage und der exakten chemischen Struktur geprüft werden.

Ausschließlich für Forschungszwecke

3-FTL ist ausschließlich als chemisches Referenz- und Forschungsmaterial vorgesehen.

Das Produkt ist:

  • nicht für den menschlichen Verzehr bestimmt,
  • nicht für den tierischen Verzehr bestimmt,
  • kein Arzneimittel,
  • kein Nahrungsergänzungsmittel,
  • nicht für therapeutische oder diagnostische Zwecke vorgesehen.

Aufgrund der begrenzten wissenschaftlichen Datenlage gelten Pharmakologie, Metabolismus und Toxikologie von 3-FTL als nicht abschließend charakterisiert. Entsprechend sollte die Substanz ausschließlich unter geeigneten Laborbedingungen und mit angemessenen Schutzmaßnahmen gehandhabt werden.

Nicht für In-Vivo-Experimente geeignet.

Zusätzliche Informationen

Menge: No selection

1 Gramm

Produktsicherheit

Sicherheitshinweise

Produktsicherheit – 3-FTL

3-FTL ist eine neuartige Forschungschemikalie, für die bislang keine umfassenden toxikologischen oder klinischen Sicherheitsdaten vorliegen. Das Material sollte deshalb grundsätzlich wie eine potenziell gesundheitsschädliche Laborchemikalie behandelt werden. Fehlende Daten dürfen nicht als Nachweis einer geringen Gefährlichkeit verstanden werden.

Bei der Handhabung sind direkter Haut- und Augenkontakt sowie das Einatmen von Staub oder Partikeln zu vermeiden. Geeignete Schutzhandschuhe, Schutzbrille und saubere Laborarbeitsmittel verwenden. Während der Arbeit nicht essen, trinken oder rauchen. Nach der Handhabung Hände und Arbeitsflächen gründlich reinigen.

3-FTL sollte kühl, trocken, lichtgeschützt und dicht verschlossen gelagert werden. Das Produkt muss unter Verschluss sowie außerhalb der Reichweite von Kindern, Tieren und unbefugten Personen aufbewahrt werden.

Gefahrenhinweise

Für 3-FTL liegt derzeit keine belastbar dokumentierte, harmonisierte CLP-Einstufung vor. Konkrete H-Sätze sollten daher nicht ohne ein fachlich erstelltes Sicherheitsdatenblatt als rechtsverbindliche Einstufung angegeben werden.

Aufgrund der begrenzten Datenlage sind insbesondere mögliche akute Toxizität, kardiovaskuläre Belastungen, zentralnervöse Effekte und eine potenzielle Organtoxizität nicht abschließend geklärt. Eine mögliche Hepatotoxizität stellt aufgrund verwandter Substanzen einen Forschungsgegenstand dar, ist für 3-FTL selbst jedoch nicht nachgewiesen.

Vorsorgliche Schutzmaßnahmen

  • Staub und Partikel nicht einatmen.
  • Kontakt mit Haut, Augen und Schleimhäuten vermeiden.
  • Geeignete Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.
  • Nur in geeigneten und gut belüfteten Laborbereichen handhaben.
  • Während der Handhabung nicht essen, trinken oder rauchen.
  • Nach Gebrauch Hände gründlich waschen.
  • Behälter dicht verschlossen halten.
  • Unter Verschluss aufbewahren.
  • Freisetzung in Umwelt und Abwasser vermeiden.
  • Reste gemäß den örtlichen Vorschriften für Laborchemikalien entsorgen.

Maßnahmen bei unbeabsichtigter Exposition

Bei Augenkontakt: Mehrere Minuten vorsichtig mit Wasser spülen. Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen und weiter spülen. Bei Beschwerden ärztlichen Rat einholen.

Bei Hautkontakt: Betroffene Bereiche gründlich mit Wasser und Seife reinigen. Kontaminierte Kleidung entfernen.

Bei Einatmen: Betroffene Person an die frische Luft bringen. Bei Beschwerden medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.

Bei unbeabsichtigter Aufnahme: Umgehend ein Giftinformationszentrum oder medizinisches Fachpersonal kontaktieren. Bei schweren Symptomen wie Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen, Atemproblemen, Brustschmerzen oder starken Herz-Kreislauf-Beschwerden 112 verständigen.

Verwendungsbeschränkung

Ausschließlich für Labor-, Analyse- und Forschungszwecke. Nicht für den menschlichen oder tierischen Verzehr. Nicht zur medizinischen, therapeutischen oder diagnostischen Anwendung und nicht für In-vivo-Experimente bestimmt.

Hinweis zur Kennzeichnung: H- und P-Sätze würde ich bei 3-FTL erst nach einer belastbaren CLP-Bewertung bzw. anhand des Sicherheitsdatenblatts des Herstellers auf das Shop-Etikett übernehmen. Frei abgeleitete H-Sätze könnten eine rechtlich falsche Gefahrstoffkennzeichnung erzeugen.

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